Diversity – Empfang mit dem Redpitaya
Erfahrungen
Die Diversity-Funktion von PowerSDRopenHPSDR im Zusammenhang mit dem Redpitaya soll als kurzer Erfahrungsbericht hier aufgezeigt werden. Ziel ist es lokale Empfangs-Störungen weitgehend zu kompensieren.
Um diese Funktion anzuwenden ist zur Sendeantenne, eine zusätzliche Zweit- oder Hilfsantenne notwendig, dessen Signal auf den 2. Eingang des Redpitaya zugeführt wird ( IN2 wird dann als Rx2 in der Software angezeigt ).
Als Hilfsantennen stehen mir 2 Möglichkeiten zur Auswahl.
Magnetantenne ferngetsteuert, aufgestellt unmittelbar über Bodenebene ( siehe Abschnitt „Antennen“). Damit können Störquellen gezielt angepeilt werden.
Abgewandelte Beverage-Antenne, u-förmig um das Grundstück angeordnet. Länge ungefähr 80m, ursprünglich separat in einer Höhe zwischen 1- 2m verspannt. In der jetzigen Ausführung ist das verspannte Antennenkabel vernetzt mit dem Maschendrahtzaun parallel zum oberen Zaun-Spanndraht. Das Ende ist mit 240 Ohm abgeschlossen zu einem z.Z. nicht genutzten Erdnetz. Der Anfang ist angepasst mittels Ringkern-Transformator auf ungef. 50 Ohm bevorzugt auf das 160m-Band. Zuleitung zum Empfänger ungef. 25m RG58.
Bild 1 zeigt ein Empfangsbeispiel mit lokaler Störung im Frequenzbereich von 1870 bis 1890 kHz, aufgenommen mit der Standard-Sendeantenne (Reuse + Gegenpol ; Einstellung Rx1 in Phasing Control ). Eine schwache Station im Empfangskanal (1888 kHz) ist kaum verständlich aufzunehmen.
Bild 2 zeigt die Empfangsverhältnisse nach der Umschaltung auf die Hilfsantenne (Bererage-Ant. ; entsprechend Rx2 ). Der Gesamtpegel liegt ungf. 20dB tiefer, das Nutzsignal kommt in dieser Konstellation schon deutlicher zum Vorschein. Deutlich zu sehen ist auch hier das Störsignal besonders im Bereich um 1880 kHz.
Im Bild 3 ist die Diversity-Funktion zugeschaltet ( Rx1 + Rx2 ). Mit den entsprechenden ermittelten Werten für Amplitude und Phasenlage (Vektor) bezogen auf Receiver 2 , lassen sich die Störungen kompensieren, wie auch das Spektrum zeigt.
Bild 1-3 sind getrennte Momentaufnahmen. Deutlicher sieht man die Verhältnisse im Wasserfall-Diagramm gemäß Bild 4.
Im Empfangsbereich, nur mit der Sendeantenne, sind die Störungen stark ausgeprägt sichtbar. Im Zeitabschnitt Beverage-Antenne kommt auch hier bereits das Nutzsignal besser zum Vorschein. Im oberen Diversity-Bereich sind die Störungen fast vollständig eliminiert.
Wichtig ist zu vermerken, dass mit dieser Maßnahme nur lokale Störungen (ich vermute aus dem Umkreis von 500m) reduziert werden können. Störungen aus dem Fernfeld sind kaum eliminierbar da hier das Nutzsignal im gleichen Verhältnis gemindert wird.
So wie hier die Funktion mittels Software durchgeführt wird, habe ich ähnliche Resultate mit dem analogen Vorsatzgerät MFJ-1026 erzielt.
01.01.2019 DK1KK
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